Über sechs Jahrzehnte prägte der ghanaische Filmemacher Chris Hesse das filmische Gedächtnis seines Landes. Als persönlicher Kameramann von Kwame Nkrumah dokumentierte er den Aufbruch in die Unabhängigkeit und eine panafrikanische Vision, die weit über Ghana hinauswirkte.
Nach dem Militärputsch gegen Nkrumah versuchten die neuen Machthaber, die Filmaufnahmen dieser Epoche zu vernichten. Hesse rettete mehr als 1.300 Filmrollen: ein einzigartiges Archiv afrikanischer Unabhängigkeitsbewegungen, das jahrzehntelang nahezu unbeachtet blieb.
„The Eyes of Ghana“ begleitet den über 90-jährigen Kameramann dabei, wie er seine Erinnerungen und sein Lebenswerk an die junge ghanaische Filmemacherin Anita Afonu weitergibt. Ihre Begegnung verbindet persönliche Erinnerung mit der Verantwortung, Geschichte für kommende Generationen zu bewahren. Im Austausch zwischen den Generationen wird deutlich, dass diese Bilder nicht nur Vergangenes dokumentieren, sondern auch heutige Vorstellungen von Afrika prägen können.