Als Jihan sechs Jahre alt ist, reist ihr Vater nach Kairo – und kehrt nie zurück. Mansur Rashid Kikhia war Außenminister Libyens, UN-Botschafter, Menschenrechtsanwalt und später einer der wichtigsten demokratischen Gegner Muammar al-Gaddafis.
1993 verschwindet er unter bis heute nicht vollständig aufgeklärten Umständen aus einem Kairoer Hotel. In diesem persönlichen Dokumentarfilm begibt sich Jihan auf die Suche nach Spuren ihres Vaters, den sie kaum kennenlernen konnte. Kindheitserinnerungen, Gespräche mit Angehörigen und Weggefährten sowie Archivmaterial zeichnen das Porträt eines Mannes, der als Hoffnungsträger eines demokratischen Libyens galt.
Zugleich erzählt der Film von Jihans eigener Geschichte und den Folgen des Verlusts für ihre Familie. Eine zentrale Rolle spielt ihre Mutter Baha Al Omary, eine syrisch-amerikanische Künstlerin, die fast 20 Jahre lang nach ihrem verschwundenen Mann suchte.